Montage / Installation

(Quelle: Wagner)

Das Schema einer thermischen Solaranlage:

 

1.Sonnenkollektor

Wandelt Solarstrahlung in Wärme um und gibt die Wärmeenergie an die frostsichere Solarflüssigkeit ab.

 

2.Pumpstation

Transportiert die Wärmeenergie vom Kollektor in den Solarspeicher.

 

3.Ausdehnungsgefäß

Bevorratet Solarflüssigkeit, gleicht Druckschwankungen des Systems aus.

 

4.Solarregelung

Schaltet die Umwelzpumpe der Pumpstation ein, wenn die Kollektortemperatur höher ist als die gewünschte Wassertemperatur im Solarspeicher.

 

5.Heizkessel

Sollte die Solaranlage einmal nicht ausreichen, so schaltet der Heizkesselthermostat den Heizkessel ein. Dieser erwärmt dann das Wasser im oberen Drittel des Solarspeichers auf Wunschtemperatur.



Bei der Planung & Konzeption einer solarthermischen Anlage werden von unseren Fachleuten verschieden Aspekte berücksichtigt. Zunächst einmal wird der Warmwasserverbrauch geprüft, der die Grundlage für die Anlagenauslegung darstellt. Der Verbrauch ist abhängig von der Anzahl der Bewohner eines Hauses, deren Lebensgewohnheiten und der im Hause befindlichen Verbraucher (Wasch- und Spülmaschinen, etc.)

 

 

Sofern die solarthermische Anlage zur Heizungsunterstützung genutzt wird, ist die Ermittlung des Heizwärmebedarfs wichtig zur Auslegung der Anlage. Der Wert beschreibt wieviel Energie sie benötigen um den Temperaturunterschied zwischen Innen und Außen aufrecht zu erhalten.

 

Je nach Lage in der Bundesrepublik schwankt die mittlere Einstrahlung der Sonne um bis zu 300 kWh/m². So erreichen Sie in einigen Bereichen Süddeutschlands bis zu 1200kWh/m² in den sonnenärmsten Regionen ca. 900-950 kWh/m².

Bei Südausrichtung und 35-50° Neigung der Kollektorfläche werden die größten Erträge erzielt. Weichen diese Werte geringfügig ab - Südwest / Südost - Ausrichtung, so ergeben sich jedoch auch nur geringe Einbußen von 5-10%. Der Minderertrag kann durch etwas größere Kollektorfläche leicht kompensiert werden.

 

Grundsätzlich unterscheidet man vier Montagearten:

 

  • Aufdachmontage
  • Indachmontage
  • Freiaufstellung
  • Fassadenmontage

 

 

Aufdachmonatge:

Eine Trägerkonstruktion wird mit dem Dach an einigen Stellen verbunden. Auf dieses Gerüst werden die Kollektoren montiert.

 

 

Indachmontage:

Hierbei werden die Kollektoren in das Dach integriert. Dies geschieht ähnlich einem Dachfenster und ist die Methode, welche am aufwendigsten ist. Wird das Dach sowieso neu gedeckt, ersetzen die Solarkollektoren die benötigte Dacheindeckung bzw. die Dachziegel.

 

 

Freiaufstellung - Flachdach:

Auf der Freifläche oder dem Flachdach wird eine Aufständerung angebracht, auf welche die Solarkollektoren montiert sind. Zu beachten ist die größere Angriffsfläche für den Wind bei dieser Konstruktion. Bei einem Flachdach muss außerdem gewährleistet sein, dass Ihr Dach der statischen Belastung standhält.

Die Aufständerung auf dem Dach kann entweder durch Betongewichte stabilisiert werden oder direkt in das Dach verschraubt werden. Wichtig hierbei ist den Dachdecker zu Rate zu ziehen um die korrekte Montage bei gleichzeitiger Dichtigkeit des Daches zu gewährleisten.

 

 

Fassadenmontage:

Befestigung an der südlichen Hauswand.

Entweder als senkrechte Integration in die Fassade, oder mit Hilfe einer Dreieckskonstruktion so an der Fassade befestigt, dass der optimale Neigungswinkel erreicht wird.