Holzpellets
Die Technik der Pellets-Heizung wurde entwickelt, um Holzheizungen als vollautomatische Anlagen betreiben zu können. Holzpellets bestehen aus Sägemehl, das zu ca. 6 bis 10mm starken Röllchen gepresst ist. Sie verwerten anderweitig kaum nutzbare Abfälle aus Sägewerken. Die kleinen Pellets werden den (eigens dafür entwickelten) Heizöfen in feinster Mengen- und Zeit-Dosierung vollautomatisch aus dem Vorratsbehälter über ein Schneckengetriebe bzw. ein Gebläse zugeführt.
Holzpellets enthalten, anders als Stückholz, nur noch einen Wasseranteil von ca. 8%. Nur etwa 1% der Masse fällt als Asche an. Damit erreichen Holzpellets einen deutlich höheren Brennwert als Stückholz. Der Brennwert von 2kg Pellets entspricht dem von 1 Liter Heizöl.
Die bei der Verbrennung von Holz frei werdende Energie zählt zu den regenerativen Energien, da Holz innerhalb weniger Jahrzehnte nachwächst. Die für Produktion und Transport von Holzpellets erforderliche Energie beträgt etwa 2% der im Brennstoff enthaltenen Energie im Gegensatz von 10-12% bei Heizöl und Erdgas oder gar bis zu 40% bei Heizung mit Strom.
Holzpellets können überall hergestellt werden, wo Holzabfälle entstehen. Die Transportwege sind kurz und die Versorgung ist gesichert. Bezogen auf den Heizwert sind die Kosten von Holzpellets und Heizöl ungefähr gleich.
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Nach Größe und Gewicht genormt sind Holzpellets sicherlich eine Alternative zu Gas und Öl. Sie werden für die Pelletsheizung in Säcken oder lose vom Tankwagen geliefert. Sie können in Einzelöfen oder Kesseln verfeuert werden. Unter den Kessel- Pelletsheizungen gibt es halbautomatische Anlagen, die mit der Hand zu befüllen sind. Bei vollautomatischen Modellen von Pelletsheizungen werden die Pellets mit einer elektrisch betriebenen Förderschnecke oder Saugleitung aus einem Tank, Silo oder Lagerraum in den Kessel gefördert. Die Kessel haben eine elektrische Zündung sowie eine Steuerung der Zuführung der Holzpellets und der Verbrennungsluft.
Die entstehende Asche kann als Gartendünger fast überall sinnvoll untergebracht werden. Die Pelletsheizung kann im Keller aufgestellt werden. Preiswerte Geräte kleiner Leistung gibt es auch für eine Aufstellung im Wohnraum, die etwa in Niedrigenergie- oder Passivhäusern als alleinige Wärmeerzeuger eingesetzt werden können.
Im Ofen sind Wassertaschen eingebaut, so dass bis zu 80 Prozent der entstehenden Wärme dem Heizungssystem zugeführt wird. Da 20 Prozent der Wärme direkt in den Raum abgestrahlt werden, ist die Erzeugung von Warmwasserwärme außerhalb der Heizperiode nicht unproblematisch. Die Kombination mit einer Solaranlage bietet hier eine gute Lösung. Beim Einsatz einer kontrollierten Wohnungslüftung ist darauf zu achten, dass die Pelletsheizung unabhängig von der Raumluft betrieben wird. Alternativ zu Pelletskessel sind die leistungsstärkeren Zentral-Pelletsheizungen, die meist im Keller aufgestellt werden. Sie kosten in etwa das Doppelte einer Ölheizung. Bei der zu erwartenden Preisentwicklung bei den fossilen Brennstoffen Öl und Gas, bieten Pelletsheizungen durchaus eine attraktive Alternative.
Die Pelletsproduktion wird momentan erheblich ausgeweitet, so dass mit kurzen Transportwegen und relativ günstigen Preisen zu rechnen ist. Pro Tonne kosten Pellets derzeit etwa 170 Euro. Bezogen auf den Heizwert sind sie etwa gleichwertig wie Heizöl, die Gesamtenergiebilanz ist herausragend.
Der Primärenergiefaktor von 0,2 bewirkt so günstige Anlagenaufwandszahlen für Pelletsheizungen, dass ein Primärenergienachweis nach EnEV nicht schwer fällt. Auch verschärfte Anforderungen, etwa im Rahmen von Förderprogrammen, können recht einfach erfüllt werden. Weitere Fördergelder für Pelletsheizungen, die derzeit gewährt werden, verbessern darüber hinaus die Wirtschaftlichkeit.